Bund und Freibergerzüchter müssen über die Bücher

 

 

 

Offener Leserbrief von Dr. Hansuli Huber

 

Geschäftsführer Schweizer Tierschutz STS

 

 

Man reibt sich verwundert die Augen, wenn gewisse Freiberger-Funktionäre, die jahrelang mit dem Hefenhofener Tierquäler Geschäftsbeziehungen hatten und mit ihm offenbar auf Du und Du waren, sich nun als grosse Tierfreunde aufspielen und von wertvoller Genetik reden. Lässt man etwas Wertvolles denn derart verkommen? Weshalb haben diese Freibergerzüchter nicht interveniert oder zumindest alarmiert? Es ist Zeit, dass der Freibergerverband, dessen Präsident und Geschäftsführer ich als vernünftigen Menschen kennengelernt habe, nun durchgreift und konsequent gegen schlechte Tierhalter und skrupellose Pferdehändler in den eigenen Reihen vorgeht. Das Abdelegieren der Tierschutz- und Tierwohlkontrollen hat offensichtlich nicht funktioniert. Wir müssen wegkommen von den Kontrollen um der Kontrollen willen. Weg von der Kontrollitis hin zu risikobasierten Kontrollen! Kontrollresultate dürfen nicht zu den Akten gelegt, sondern müssen von den Auftraggebern – hier der Freibergerzuchtverband und den Bundesämtern BLV und BLW ­– laufend bearbeitet, analysiert und gestützt darauf bei Bedarf Massnahmen ergriffen werden. Kontrollen sollen nur Mittel zum Zweck sein. Das Ziel des Ganzen: den Tierschutzstandard der Schweiz sichern und verbessern, sodass gravierende Beanstandungen nachweisbar abnehmen, Problembetriebe frühzeitig erkannt und begleitet sowie bei Nichteinsicht konsequent sanktioniert werden. Beim Bund müssen darüber hinaus die Tierzucht-Subventionen auf den Prüfstand. Der Schweizer Tierschutz STS steht voll hinter der Förderung der Freibergerzucht. Aber die Zuchtziele und Massnahmen müssen auf den Markt und die Nachfrage ausgerichtet werden. Es kann nicht sein, dass dank den Tierzuchtbeiträgen ins Blaue hinaus produziert wird. Noch immer sollen rund ein Drittel der Fohlen beim Schlachter landen. Das ist nicht akzeptabel. Der STS fordert seit Jahren, dass Prämien nur für gut ausgebildete und zum Reiten, Fahren etc. verkaufte Jungtiere auszurichten sind. Es darf nicht weiter sein, dass mit Tierzuchtbeiträgen die Pferdefleischproduktion angekurbelt wird.

 

 

 

Top-Artikel aus der aktuellen Ausgabe:

Sicher versichert - Pferdeversicherung – ja oder nein?

Die ABES Pferdeversicherung hat ein bewährtes Konzept weiterentwickelt, mit dem sich diese Frage erübrigt.

Viele Reitbegeisterte träumen vom eigenen Pferd. Sie sparen über Jahre, um sich ihren lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Steht das Pferd dann endlich auf der Weide, sind nicht selten die Ersparnisse aufgebraucht. Reserven für unvorhergesehene Zwischenfälle sind kaum mehr vorhanden, denn davon, dass man schon bald einmal selbst betroffen sein könnte, geht man nicht aus. Ganzer Artikel lesen!

Hier geht's direkt zum Prämienrechner!



Unsere neue Abo-Prämie ist eingetroffen!!



Neue Rubrik im PASSION, Ratgeber:
Hast Du ein Problem mit Deinem Pferd, sei es in der Haltung, Fütterung, beim Reiten, oder im täglichen Umgang? Dann schreibe uns, unsere Experten helfen Dir gerne.

Bei Fragen von allgemeinem Interesse erlauben wir uns, diese im Magazin mit Wort und Bild zu publizieren.

Auch nehmen wir gerne Themenvorschläge entgegen. Schreibt uns, worüber Ihr gerne lesen würdet!

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


TOP-Angebot für Reitvereine, Clubs und Teams

Softshell-Jacke von SwissBull.

Optimaler Tragekomfort durch 4-Way-Stretch. Leicht, hoch-atmungsaktiv, absolut winddicht und stark wasserabweisend. Unterlegter Reissverschluss, hoher Kragen mit Kinnschutz. Sportlicher Schnitt.

Ideal zum Besticken mit Eurem Vereinslogo.

Die Jacken werden nach individuellen Wünschen gefertigt. Weitere Infos unter www.pro-design.ch oder einfach per Email alle Produktinformationen, Grössentabellen, Preise etc. anfordern.